Der ganzheitliche Ansatz der Tiefenpsychologischen Körpertherapie beruht auf der wechselseitigen Einheit von körperlichem, geistigem und seelischem Geschehen. Sie richtet ihre besondere Aufmerksamkeit auf den Körper. Seine Struktur sowie sein Ausdruck stellt eine individuelle Lebensgeschichte dar.

Von Lebensbeginn an geschehen Wachstum und Entwicklung im Kontakt mit anderen Menschen, besonders prägend zu Vater und Mutter. In der Biographie eines jeden Menschen gibt es jedoch die Erfahrung von Mangel und Verlust. Unbefriedigende emotionale Beziehungen, Verbot und Bestrafung elementarer Gefühle wie Wut, Trauer, Liebe verhindern Wachstum und zwingen den Organismus zu schmerzhafter Anpassung an die Umgebung. Die traumatischen Lebenserfahrungen sind dabei umso bedeutsamer, je weiter sie in der Lebensgeschichte zurückliegen. Als Folge werden "Überlebensstrategien" entwickelt, die der Person helfen, mit einem reduzierten Gefühlsleben zurechtzukommen. So wird der Zugang zur Lebensenergie abgeschnitten. Menschen fühlen sich leer, ausgebrannt und depressiv oder sie verlieren sich in Stress und Überaktivismus. Das drückt sich auf der körperlichen Ebene beispielsweise als chronische Muskelverspannung, Herzjagen, Essstörungen, immer wiederkehrende Kopf- und Rückenschmerzen oder generell in einem geschwächten Immunsystem aus - und verwandelt sich später möglicherweise in eine tiefer gehende, ernste Erkrankung. Auf der Ebene der Beziehung zu anderen Menschen mangelt es beispielsweise an der Fähigkeit zu tiefer Bindung und einer erfüllten Sexualität. Im privaten und beruflichen Bereich werden die eigenen Grenzen nicht gefühlt.

Die Tiefenpsychologische Körpertherapie arbeitet im Vertrauen auf organisches Wachsen und Reifen, auf die selbst regulierenden Kräfte und Heilungspotentiale des Körpers und gibt dafür Raum und Zeit. Sie möchte dem Körper die Aufmerksamkeit zurückgeben, die er braucht, um sich selbst als Ort der Lebensfreude wieder zu entdecken. Die therapeutische Arbeit mit dem Körper ermöglicht, durch Entspannung und Vitalisierung, Bewegung in verfestigte Strukturen zu bringen. Sie ist darauf gerichtet, starre Erlebens- und Verhaltensmuster aufzulösen, um größere Flexibilität und die Möglichkeit zu Veränderung entstehen zu lassen. Es geht ihr um die Verbindung von Fühlen, körperlichem Ausdruck sowie Sprache, Gedanken und inneren Bildern.

Weitere Erläuterungen gerne auf Anfrage - oder Sie schauen sich auf der Seite unseres Ausbildungsinstitutes in den Niederlanden um: http://www.ippsy.eu/